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Geschichte

Vereinsgeschichte

Entstehungsgeschichte


In Kappeln an der Schlei wird 1814 der erste „Kleingärtnerverein“ und in Leipzig 1864 der erste „Schreberverein“ gegründet.

Nur fünfzehn Jahre später, nämlich 1879, schlossen sich 80 Bruchsaler zusammen und gründeten unter der Leitung des Ratschreibers Albert Hamminger den „Gartenbauverein Bruchsal“.
Da sie den eigenen Grund und Boden bewirtschafteten, ist zu vermuten, dass bereits vor 132 Jahren daran gedacht wurde, unter entsprechender Anleitung und Erhalt von Tipps und Kniffen mehr Nutzen aus ihren Gärten zu ziehen.

Somit ist der heutige „Obst- und Gartenbauverein 1879 e.V. Bruchsal“ in Baden-Württemberg der älteste und in ganz Deutschland der 8-älteste „Obst und Gartenbauverein“.

Nach kurzer Unterbrechung durch den 2. Weltkrieg wurde unter der Leitung des Sparkassendirektors Franz Sommer, der Verein, der sich fortan „Obst- und Gartenbauverein Bruchsal“ nannte, aus den schweren Kriegsjahren herausgeführt und wieder zu neuem Leben erweckt.

1953 legte der Verein auf dem von der Stadt im Gewann Stegwiesen gepachteten Gelände eine Gartenanlage mit 30 Kleingärten an, die von den Unterpächtern durchweg als Erwebsgärten genutzt wurden. Schon 1956 wurde die Anlage auf 89 Kleingärten erweitert. Wegen der weiterhin großen Nachfrage nach Kleingärten wurde zwischen 1953 und 1956 die Anlage Hanfröste mit 77 Kleingärten angelegt. 1964 kam noch die Anlage Bauwiesen mit 43 Kleingärten hinzu. 1968 konnten in der Anlage Stegwiesen weitere 16 Kleingärten angelegt werden.

Mit dem Bau des Vereinsheimes wurde 1973 begonnen und 1993 durch eine erforderliche und zeitgerechte Toilettenanlage erweitert.

231 der insgesamt 350 Mitglieder bewirtschaften in den drei Anlagen des Vereins eine Fläche von 871,14 a, die ein Teils des „öffentlichen Grüns der Stadt Bruchsal“ ist und von allen Bürgen täglich zur Besichtigung aufgesucht werden kann.

Obwohl weiterhin in den Kleingärten vorwiegend Obst, Gemüse und Kräuter angebaut wird, geschieht das nicht, um die Haushaltskasse zu entlasten. Diese Produkte, die nicht mit giftigen Spritzmitteln belastet sind, schmecken nun mal besser und sind somit gesünder und zudem mit gärtnerischen Erfolgserlebnissen verbunden.

Durch den Wandel der Zeit gewinnt auch in unseren Kleingärten der Freizeit- und Erholungswert immer mehr an Bedeutung. Besonders Familien mit kleinen Kindern schätzen diese Freiheit in der gesunden verkehrsfreien Natur sehr.

Wegen der Gemeinnützigkeit ist jedoch auch weiterhin die Erzeugung von Obst und Gemüse ein notwendiger Bestandteil bei der Bewirtschaftung des Kleingartens. Ein stetig wachsendes Umweltbewusstsein bewirkt, dass bei den Kleingärtnern der Natur- und Umweltschutz an erster Stelle steht. Auf die früher übliche „Giftspritze“ wird heute verzichtet. In etlichen Kleingärten sind Biotope für vielerlei kleine wilde Tiere entstanden, die für Kinder besonders interessant sind.

Im Frühjahr 2004 wurden von einem Imker fünf Bienenstöcke in der Anlage Hanfröste zur Blütenbestäubung aufgestellt.

Neben der Verwaltung der drei Teilanlagen des Vereins bieten wir den Mitgliedern die Möglichkeit, durch fortlaufende Beratung und Schulung das gärtnerische Wissen zu vertiefen, um damit den Nutz- und Schauwert der bewirtschafteten Flächen zu steigern.

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